• Die Dukes auf Facebook

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  • Mit einem blauen Auge davongekommen

    Eine berauschende Heimspiel-Premiere sieht anders aus. Nach einer verschlafenen ersten Halbzeit konnten sich die Dukes gegen die Gießen Golden Dragons dann doch noch aufraffen und einen letzten Endes sicheren 42:17-Heimsieg einfahren. Aber überzeugend war das nicht. Und es bestätigte Headcoach Eugen Haaf, der schon die ganze Woche über davor gewarnt hatte, den Aufsteiger nicht ernst zu nehmen.

    „Das war einer von diesen Tagen, an denen wenig zusammengeht. Das war sicher nicht gut anzuschauen“, machte Haaf deutlich, dass er mit dem, was sein Team den rund 1.500 Zuschauern geboten hat, alles andere als zufrieden war. Kein Wunder, dass es in der Kabine zur Pause dann laut wurde. Was Haaf seinen Spielern mit auf den Weg gegeben hat, lässt der Headcoach aber offen. „Das war nicht druckreif“, deutet er nur an, dass es schon einer lautstarken Ansprache bedurfte, um das Team aufzuwecken. Was auch Defense-Koordinator Mike Wittmann, sonst eigentlich ein sehr besonnener und ruhiger Coach, bestätigte: „Ich bin einer, der nicht leicht ausflippt, aber heute ist es definitiv sehr laut geworden in der Kabine.“

    Offenbar hat die Ansprache der Trainer aber gefruchtet, denn in der zweiten Halbzeit präsentierten sich die Dukes deutlich konzentrierter, aggressiver aber auch disziplinierter. Denn wie schon in Wiesbaden – wo allerdings die kleinlich leitenden Unparteiischen großen Anteil hatten – hagelte es zunächst viele unnötige, diesmal aber völlig berechtigte Strafen. Und so brachten sich die Dukes dann immer wieder um den Lohn ihrer Arbeit.

    2016-05-28_KürzingerDabei hatte es eigentlich sehr gut für die Gastgeber begonnen, denn als Simon Kürzinger eine Interception gelang und er mit dem Ball in die Endzone lief, schien alles seinen gewohnten Gang zu nehmen. Doch es dauerte nicht lange, bis klar wurde, dass bei einigen Spielern die nötige Einstellung fehlte. Und so hatten die Gießener wenig Mühe, nach einem Pass des guten Quarterbacks Marius Markgraf durch Jasper Lehmann Grube auszugleichen.

    Ein Glück, dass die Dukes Richard Samuel in ihren Reihen haben, der wenig später einmal mehr seine Klasse andeutete und nach einem fantastischen Pass von Quarterback Rick Webster die erneute Führung besorgte. Der kleine Texaner riss 2016-05-28_Samueldie Zuschauer mit seinen spektakulären Läufen immer wieder von den Sitzen und konnte mehrfach erst in letzter Sekunde gebremst werden. Als ihn aber Webster erneut mit einem tollen Pass über 50 Yards bediente, konnte auch die Gießener Defensive nichts mehr machen – 20:7. Zur Halbzeit wäre das eine beruhigende Führung gewesen, aber noch einmal kamen die Gießener heran, als Marius Markgraf seinen Bruder Jannik bediente und der relativ unbedrängt in die Endzone laufen konnte. So ging es mit einem 20:14 in die Pause, ein Spielstand, bei dem sich die Gastgeber keineswegs sicher sein konnten.

     

    2016-05-28_Hochschild„Wir wollten eigentlich einen deutlicheren Vorsprung herausspielen, damit wir den Backups nach der Pause wieder zu Einsatzzeiten verhelfen können. Die geben schließlich im Training immer alles und haben sich das auch verdient“, trauerte Wittmann der verpassten Gelegenheit nach. Immerhin legten die Dukes jetzt mindestens einen Zahn zu und bauten im dritten Viertel den Vorsprung soweit aus, dass der Sieg nicht mehr in Gefahr geraten konnte. Erneut war es Samuel, der mit seinem dritten Touchdown auch die letzten Zweifel beseitigte. Und dann hatte auch Neuzugang Jan Hochschild wieder Grund zum Jubeln. Der ehemalige Nürnberger, der schon beim Testspiel gegen die Alphen Eagles und in Wiesbaden erfolgreich war, baute den Vorsprung weiter aus, ehe Sammy Farghali aus Ingolstädter Sicht den Schlusspunkt setzte. Den Gästen gelang im zweiten Durchgang nur noch ein Fieldgoal durch Marc Andre Buarque de Hollanda Lins.

     

    Jetzt fiebern alle schon dem nächsten Heimspiel am kommenden Samstag (18.30 Uhr im ESV-Stadion) gegen die Nürnberg Rams entgegen. Dann sind auch die gegen Gießen noch gesperrten Jerome Morris und Patrick Mahnke wieder einsatzbereit.

    Einen Erfolg konnte am Samstag auch das Jugendteam der Dukes verbuchen. Gegen die Augsburg Raptors gelang der U19 mit einem 12:3 (0:0, 12:0, 0:3, 0:0) der erste Saisonsieg. Der erste Touchdown gelang dabei Quarterback Julian Mai, der selbst in die gegnerische Endzone lief. Den zweiten Touchdown verbuchte Gregor Mohr nach einem 28-Yard-Pass von Mai.