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    American Football- GFL - Stuttgart Scorpions vs Ingolstadt Dukes

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  • Nichts für schwache Nerven

    Die Dukes haben auch das zweite oberbayerische Derby gegen die Munich Cowboys für sich entscheiden können. Sechs Wochen nach dem 45:27-Hinspielsieg setzten sich die Herzöge auch im Dantestadion mit 27:24 (7:3, 7:7, 6:14, 7:0) durch. Doch das Spiel war nichts für schwache Nerven.

    Den Dukes unterliefen ungewöhnlich viele Fehler, und so schien die Parte knapp zwei Minuten vor dem Ende verloren. Doch die Dukes steckten nie auf und stemmten sich mit aller Macht gegen die drohende zweite Saisonniederlage. „Dass es bei uns heute nicht so lief, liegt weniger an uns selbst als an der guten Coaching-Leistung der Cowboys und am Herzen der Spieler. Wir waren nicht schlecht, sondern die Cowboys haben uns zu den Fehlern gezwungen“, erkannte Max Macek, selbst jahrelang für die Münchner aktiv, die gute Leistung des Gegners an.

    Auch Offense-Coordinator Frank Roser musste neidlos anerkennen: „Die Cowboys waren richtig gut, da hätten wir uns nicht beschweren können, wenn wir verloren hätten.“ Neben den Dukes gab es für ihn noch einen weiteren Sieger: „Für die Zuschauer hat sich das Eintrittsgeld gelohnt!“ In der Tat hatten die fast 500 mitgereisten Dukes-Anhänger allen Grund, die Heimreise zufrieden anzutreten. Insgesamt waren fast 1800 Zuschauer im Dantestadion, die ein tolles Footballspiel erlebten – und das in absolut freundlicher Atmosphäre. Obwohl für beide Teams viel auf dem Spiel stand, verlief die Partie ausgesprochen fair und harmonisch.

    Im Vergleich zum Hinspiel waren die Münchner nicht wiederzuerkennen, was auch daran lag, dass Quarterback Ben Wilkerson wieder dabei ist. „Er hat uns große Probleme bereitet. Dieses Mal hätten die Cowboys durchaus auch gewinnen können“, musste Defense-Koordinator Mike Wittmann zugeben. Mitentscheidend für die späte Wende war sicherlich die Tatsache, dass die Dukes nie aufgegeben und bis zum Schluss alles versucht haben. „Ich muss der Mannschaft ein Kompliment machen, dass sie nie aufgegeben hat. Durch diesen Sieg werden wir noch enger zusammenrücken, das war extrem wichtig“, kann Headcoach Eugen Haaf vor dem überaus schweren Auswärtsspiel am kommenden Samstag (17 Uhr) bei den Schwäbisch Hall Unicorns erst einmal durchatmen.

    Schon von Anfang an lief es bei den Dukes nicht rund, die Cowboys marschierten von First down zu First down, doch noch hielt die Defensive der Dukes stand, so dass es für die Gastgeber lediglich zu einem Fieldgoal durch Daniel Nentwich reichte, dem die Dukes einen Touchdown von Jan Hochschild entgegensetzten. Als Jerome Morris, der nicht seinen besten Tag erwischt hatte, ein Fumble unterlief, angelte sich Jerry Maluia den Ball und lief locker in die Endzone, wobei es ihm die Dukes aber auch recht einfach machten. Dominique Kandolo sorgte dann aber doch noch für den 14:10-Halbzeitstand.

    Mit einem seiner spektakulären Läufe erhöhte Richard Samuel nach dem Wechsel auf 20:10, und die Dukes schienen auf dem richtigen Weg. Dann aber häuften sich die Fehler, die Gastgeber tankten neues Selbstvertrauen und gingen durch Touchdowns von Wilkinson und Markus Gärtner mit 24:20 in Führung. Doch die Dukes gaben nicht auf und stemmten sich mit aller Macht gegen die drohende Niederlage. Webster, den die Gastgeber häufig so unter Druck setzten, dass seinen Pässen gelegentlich die letzte Präzision fehlte, riskierte jetzt alles und wurde dafür belohnt. Zunächst schnappte sich Hochschild einen schwer zu fangenden Ball und sorgte an der 8-Yard-Linie für ein neues First Down. Ähnlich riskant dann auch Websters Zuspiel auf Samuel, der den Ball mit letztem Einsatz in der Endzone fangen konnte und den Dukes einen kaum mehr für möglich gehaltenen Sieg bescherte.

    Einen Sieg, zu dem letzten Endes alle beigetragen haben und auf den die Spieler stolz sein können. Ein besonderes Lob von den Trainern erhielt nach der Partie Marvin Biegert, der trotz einer schmerzhaften Verletzung bis kurz vor Schluss durchhielt, ehe er dann endgültig aufgeben musste. Sehr auffällig auch Andrew Berg, dessen späte Verpflichtung sich immer mehr als Glücksgriff erweist. Mit jetzt 8:2 Punkten können die Dukes die Reise zu den übermächtigen Schwäbisch Hallern relativ entspannt angehen. Doch „abschenken“ will das Spiel niemand, weshalb auch keine angeschlagenen Akteure pausieren sollen. „Natürlich ist das ein extrem harter Gegner, aber wir wollen trotzdem alles versuchen und sehen was geht“, deutet Roser an.

    Eine Bildergalerie zum Heispiel findet Ihr hier.