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    Ingolstadt Dukes

    22.05.18  ·  

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    Dukes 26:40 Universe
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    19.05.18  ·  

  • Bittere Heimniederlage

    Das tat weh! Mit 42:52 kassierten die Dukes bei ihrer Heimpremiere eine bittere Niederlage gegen die Allgäu Comets. Lange Zeit fanden die Herzöge überhaupt nicht ins Spiel, leisteten sich auch dieses Mal eine ganze Reihe von Fehlern und machten den Gäste damit die Aufgabe nicht allzu schwer. „Die Offense der Allgäuer hat alles riskiert. So was kann auch schief gehen, aber heute hat bei den Comets alles geklappt“, musste Defense Coordinator Max Macek neidlos anerkennen. Und zog zur besseren Erklärung einen Vergleich mit dem Fußball heran: „Das ist so, wie wenn du beim Fußball mit vier Stürmern antrittst. Du kannst glorreich gewinnen, es kann aber auch in die Hose gehen.“

    Auch Headcoach Eugen Haaf wollte nach diesem Auftritt nichts schönreden. „Wir haben heute nur im letzten Viertel Football gespielt. Was wir davor geboten haben, ist mir unerklärlich“, zeigte er sich ratlos. Dass sein Team im letzten Durchgang wieder das zeigte, was die Dukes in der vergangenen Saison noch ausgezeichnet hatte, stimmte ihn zumindest ein wenig zuversichtlich. „Für die Moral ist es super, dass uns noch so eine Aufholjagd geglückt ist. Denn jetzt folgen die Spiele gegen Frankfurt und Schwäbisch Hall, und das wird noch viel härter. Dann wird sich zeigen, ob die Jungs Herz haben.“

    Immer wieder von Quarterback Justin Sottilare glänzend in Szene gesetzt liefen die Kemptener Angreifer fast mühelos von First Down zu First Down. Jordan Paul setzte mit seinem Touchdown den ersten Glanzpunkt, dem die Dukes durch Lorenz Regler vor Ende des ersten Viertels noch den Ausgleich folgen ließen.

    Zu Beginn des zweiten Durchgangs dann eine Szene, die symptomatisch war für das Spiel der Hausherren. Durch einen überworfenen Snap von der Fünf-Yard-Linie in die eigene Endzone schenkten sie den Gästen zwei Punkte zur 9:7-Führung. Noch schien alles nach Plan zu laufen, als Timo Benschuh die Dukes mit 14:9 in Führung brachte. Doch sie konnten den Vorsprung nicht in die Halbzeitpause retten, weil Martin Emos 20 Sekunden vor dem Wechsel die Partie wieder drehen konnte.

    Ein Touchdown, der den Dukes offenbar besonders weh tat. Denn zur zweiten Halbzeit kamen sie völlig desorientiert aufs Feld zurück. Jetzt gelang ihnen lange Zeit überhaupt nichts mehr und Spencer Cutlin baute den Vorsprung der Comets durch zwei weitere Touchdowns auf 31:14 aus. Das allein schien schon aussichtslos, doch kurz nach Beginn des letzten Quarters machte Feli Manoka mit dem 38:14 scheinbar alles klar.

    Aber jetzt rafften sich die Dukes plötzlich auf, riskierten mehr und zeigten bis dahin vermisste Spielzüge. Dazu ließen die Angreifer jetzt auch keine Bälle mehr fallen, und plötzlich witterten die Fans doch noch eine Sensation. Denn Regler und Anthony Mella mit zwei Touchdowns in Folge brachten die Dukes auf 35:38 heran. Noch hätte die Spielzeit ausgereicht, um die Wende einzuleiten. Doch Jonathan Giehl schlug für die Comets noch einmal zurück – 35:45. Der dritten Touchdown von Mella brachte die Dukes erneut auf drei Punkte heran, aber dann setzte Cutlin den Schlusspunkt zum 42:52.

    Auch Defense Coordinator Mike Wittmann konnte den schwachen Auftritt der Dukes nicht verstehen. „Dass die Comets 52 Punkte erzielt haben, ist völlig inakzeptabel“, kritisierte er und brachte gleich mögliche Verstärkungen ins Spiel: „Bei uns haben etliche Spieler gefehlt beziehungsweise mussten einige angeschlagen ins Spiel gehen. Da fehlt einfach das Material, um diese Lücken zu füllen. Deshalb sollten wir schon personell noch etwas tun. Aber das ist nicht leicht, weil der Markt weitgehend leer ist.“

    Bleibt vorerst nur die Hoffnung, dass sich alle Spieler aufraffen und versuchen, wieder in die Spur zu kommen. Quarterback Nelson Hughes, der gewohnt sicher agierte, aber von seinen Mitspielern häufig im Stich gelassen wurde, gibt sich zumindest kämpferisch: „Ich habe vor den nächsten Spielen keine Angst. Aber wir müssen in dieser Woche hart trainieren, am Wochenende dann unser Bestes geben und abwarten was passiert.“ Ähnlich sieht es sein Teamkollege Valentin Pfnür: „Auf das vierte Viertel können wir aufbauen, so müssen wir auch in den nächsten Spielen auftreten, dann sehe ich nicht so schwarz.“ Auch wenn die Dukes jetzt Frankfurt und Schwäbisch Hall vor der Brust haben? „Warum nicht“, meint der O-Liner vielsagend.

     

    Fotos: j-e-s-fotografie