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  • Haaf: „Eine schwere Last losgeworden“

    „Jetzt spüre ich erst einmal große Erleichterung, ich bin heute eine schwere Last losgeworden“, atmet Headcoach Eugen Haaf tief durch. Mit 21:9 hatten die Dukes das bayerische Derby gegen die Kirchdorf Wildcats gewonnen und sich dadurch auf den fünften Tabellenplatz verbessert. Mit viel Optimismus könnten die Herzöge bei nur drei Punkten Rückstand sogar wieder nach den Play-offs schielen. Doch das sollte man dem Cheftrainer gegenüber besser nicht erwähnen. „Wenn ich das Wort Play-offs höre, fallen mir die letzten Haare aus“, scherzt er gut gelaunt, aber nervlich noch ganz schön angegriffen.

    Musste er am Samstagabend doch auch eine schwere Entscheidung treffen, die zunächst einige nicht verstanden haben, die sich am Ende aber als richtig erwies. Weil bei Quarterback Nelson Hughes Licht und Schatten wechselten, ersetzte er ihn zu Beginn des zweiten Viertels durch den inzwischen als Backup-Quarterback geholten Cedric Townsend. Und der ehemalige Spielmacher der Allgäu Comets schlug auch gleich prächtig ein und bediente Anthony Mella mit einem glänzenden Pass zum zweiten Touchdown der Dukes.

    „Den Quarterback mitten in einem Spielzug zu ersetzen, macht man eigentlich nicht. Aber manchmal muss ein Coach auch ein Zeichen seiner Unzufriedenheit setzen“, so Haaf. Dass Hughes seine kurzzeitige Ausbootung professionell nahm zeigte sich schon daran, dass er seinem „Ersatz“ spontan zu dessen tollen Zuspiel gratulierte.

    Ein Zeichen auch dafür, dass es in der Mannschaft stimmt, und das war auch der entscheidende Punkte in diesem bayerischen Derby. Von der ersten Minute an stand eine Truppe auf dem Feld, die alles versuchte, die letzten schwachen Partien vergessen zu machen. Eine Reihe von Spielern der zweiten Mannschaft und aus der Jugend waren aufgrund der angespannten personellen Lage ins kalte Wasser geworfen worden, und sie erwiesen sich dabei durchaus als erstligatauglich.

    Unerwartet im Team auch ein alter Bekannter: Kenny Telfair, der erst vor wenigen Wochen seinen Rücktritt bekannt gegeben hatte, stellte sich noch einmal in den Dienst der Mannschaft und sprang ein. „Weil uns so viele Spieler fehlen, habe ich Kenny angerufen und ihn gefragt, ob er uns dieses Mal aushelfen könne. Er hat sofort zugesagt, und dafür bin ich ihm auch dankbar“, freute sich Haaf darüber, dass der Ex-Spieler seinem Verein noch immer verbunden ist.

    Telfair hat dann mit einem guten Lauf bis zur 20-Yard-Linie auch den ersten Touchdown der Dukes eingeleitet. Den anschließenden Pass von Hughes nahm Mella sicher herunter und brachte die Dukes kurz vor Ende des ersten Viertels in Führung, nachdem die Gäste zuvor durch ein Fieldgoal von Baris Dasar mit 3:0 in Führung gegangen waren. Den Zusatzkick für die Dukes verwandelte Nachwuchsspieler Pascal Crede sicher, der den verhinderten Kicker Markus Gmeiner gut vertrat.

    Eine Interception von Hughes nutzten die Niederbayern zu Beginn des zweiten Quarters durch Alex Braunsperger zur erneuten Führung. Wenig später profitierten auch die Dukes von einem Fehler der Gäste, als Luca Fegebank eine Interception gelang, die dann Mellas zweiten Touchdown nach sich zog. Fegebank brach sich dabei die Hand und wird jetzt einige Wochen fehlen – sehr ärgerlich für den talentierten Nachwuchsspieler, der sich in den letzten Wochen in den Vordergrund gespielt hatte.

    Er hatte zunächst hauptsächlich auf Clemens Erlsbacher, den mit Abstand gefährlichsten Angreifer der Wildcats, aufpassen müssen und schaltete den Österreicher ebenso komplett aus wie nach seiner Verletzung Simon Kürzinger. Überhaupt agierte die Defense der Dukes fehlerfrei und ließ die ohne ihren Import-Quarterback Cameron Birse harmlosen Kirchdorfer nicht zur Entfaltung kommen.

    Eine Interception von Alexander Weissbeck, ein toller Pass des nun wieder auf dem Platz stehenden Hughes und ein beherzter Lauf von Jan Hochschild brachte die Dukes fünf Minuten vor dem Ende bis an die 5-Yard-Linie, und dieses Mal vollendeten die Dukes den Spielzug durch Jakob Wenzel. Mit dem 21:9 tauschten die Dukes den Tabellenplatz mit dem Gegner und können dem Rest der Saison jetzt relativ entspannt entgegensehen.