Foto: Ralf Lüger

Erster härtetest!

Zufriedene Gesichter bei den Dukes nach dem letzten Testspiel vor dem Saisonauftakt in der GFL2. Erwartungsgemäß war das mit zahlreichen Importspielern gespickte Team der Ravensburg Razorbacks noch eine Nummer zu groß für den Aufsteiger, dennoch stimmte die Leistung gegen ein Topteam der 1. Liga zuversichtlich. Vor allem der Auftakt stimmte zuversichtlich, denn nach sieben Minuten führten die Herzöge mit 14:0, am Ende aber setzte sich das erfahrenere Team verdient mit 41:28 durch.

 „Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden, und zudem haben wir gesehen, wo es noch gehapert hat“, zog Headcoach Eugen Haaf ein positives Fazit. Wo sein Team unbedingt noch dran arbeiten muss? „Wir müssen vor allem die vielen unnötigen Strafen abstellen, das hat uns heute immer wieder deutlich zurückgeworfen.“ Am meisten hatten die Herzöge vor knapp 500 Zuschauern mit dem Wetter zu kämpfen, denn bei dem kurz nach Spielbeginn einsetzenden Regen waren die Bälle schnell durchweicht, genügend trockene Bälle standen irgendwann nicht mehr zur Verfügung.

Quarterback Luis Wittmann bediente nach drei Minuten Norman Schumm mustergültig. Der stand in der Endzone goldrichtig. Doch damit nicht genug, nur wenig später setzte Dwayne Milton zu einem spektakulären Lauf über 50 Yard an und konnte erst vier Yards vor der Endzone gestoppt werden. Dann eben im nächsten Versuch: Milton trug beim folgenden Angriffszug den Ball selbst in die Endzone. Weil Kicker Philipp Ponader, der kurz darauf bei einem Fieldgoal-Versuch geblockt wurde, die Zusatzkicks beide verwandelte, führten die Football des TV 1861 Ingolstadt mit 14:0.

Die Gäste waren sichtlich überrascht und versuchten dank zweier Auszeiten einen besseren Zugriff auf das Spiel zu bekommen. Das gelang ihnen auch noch vorm Ende des ersten Viertels, als der überragende Quarterback Alexander Kronberg einen weiten Pass in die Endzone jagte, wo Jaylen Zachery das Leder sicher herunterpflückte.

Das zweite Viertel haben die Gastgeber dann komplett verschlafen, der Erstligist konnte jetzt seine Angriffe – auch dank der vielen Strafen gegen die Dukes – locker nach vorne tragen und Kronberg bediente seine Receiver immer vorbildlich. Lennies McFarren und zweimal Finn Kearns sorgten schnell für eine beruhigende 28:14 Führung, die Kicker Linus Diez kurz vor der Halbzeitpause mit einem Fieldgoal auf 31:14 ausbaute.

Kurz nach Wiederbeginn erhöhten die Ravensburger durch Tim Müller gar auf 38:14. Doch die Dukes gaben sich nicht auf und wurden dafür auch belohnt. Nach einem tollen Lauf von Joshua Alaeze über mehr als 50 Yards nutzte Milton den folgenden Spielzug zum 21:38, dem die Gäste nur noch ein Fieldgoal von Diez zum 21:41 entgegen zu setzen hatten.  Milton war an diesem Abend der auffälligste Spieler bei den Dukes, mit seiner unglaublichen Schnelligkeit stellte er die Ravensburger vor einige Probleme.

 Im letzten Quarter war dann bei beiden Teams die Luft weitgehend raus, auf beiden Seiten wurde nun noch munter durchgewechselt. Dass die Ravensburger ihren Quarterback vom Feld nahmen, kam den Dukes dabei zu Gute, denn von den Razorbacks war in der Folge wenig zu sehen. So blieb für die Dukes noch eine Resultatsverbesserung zum 28:41-Endstand durch Gabe Boccella.

 „Das Spiel hat uns ein gutes Stück weitergebracht. Jetzt müssen wir nach letzten Analysen die richtigen Schlüsse ziehen“, blickt Haaf schon auf die Partie am 21. Mai in Kirchdorf voraus. Und er weiß: „Wir haben noch viel Arbeit vor uns, in der Mannschaft, in der Organisation und im ganzen Umfeld.“